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Blog – Web-to-Print: Aufträge in Echtzeit rausschicken

Herr Gorsch, durch die Partnerschaft mit der Deutschen Post kann Flyeralarm seit 2017 das komplette Paket anbieten: Von der Konfiguration über den Druck bis hin zur Zustellung kommt alles aus einer Hand. Wer bucht das?

Das Angebot der Deutschen Post nutzen vor allem regional tätige Unternehmen, die ihre Kunden vor Ort informieren möchten. Das sind beispielsweise Banken, Gastronomiebetriebe oder Makler. 

Überproportional viel dazugekommen sind in der Corona-Pandemie unter anderem auch Lieferservices. Und nachdem uns 2021 mit den Regionalwahlen und der Bundestagswahl ein Superwahljahr ins Haus steht und weder Wahlveranstaltungen oder -Informationsstände möglich sind, nutzen auch die Parteien das Angebot verstärkt.

 

Fungiert „Corona“ in diesem Geschäftsbereich als Treiber?

Ja, denn da es während der Pandemie keinen direkten Kundenkontakt gibt, ist die Postverteilung für viele kleine und mittlere Unternehmen der einzige Weg, Kunden über Offline-Werbung zu erreichen. Eine Entwicklung, die sich auch auf unser Geschäft ausgewirkt hat. Zwar sind manche Kunden wie Fitness-Studios weggebrochen, andere wie Lieferdienste sind jedoch dazugekommen. Sobald sich die Lage wieder beruhigt, werden auch die früheren Bestandskunden hoffentlich zurückkehren. Deshalb können wir mit einem Wachstum rechnen.

 

Die Handhabung des Selbstbuchungs-Tools soll ja so einfach wie möglich sein. Wie viele Klicks oder Schritte sind für eine Kampagne nötig?

Man kann den gesamten Bestellprozess in drei wesentlichen Schritten abwickeln. Es ist ganz einfach – man muss lediglich Produkt, Verteilart und Verteilgebiet auswählen.

 

Wie genau läuft der Prozess ab?

Werbetreibende wählen über unser Selfservice-Tool im Webshop, welches Produkt sie haben möchten – zum Beispiel Flyer, Magazine oder Postkarten. Über eine Kartenfunktion, die auf Google Maps basiert, können sie den Postleitzahlenbereich auswählen, in dem entweder alle Haushalte oder nur jene mit Tagespost beliefert werden. Diese Daten liefert uns die Schnittstelle der Deutschen Post. Wir kalkulieren dann in Real Time, wie viele Haushalte das sind, und berechnen gleichzeitig den Preis für Druck, Konfektionierung und Verteilung.

 

Was schätzen die Kunden am Selbstbuchungs-Tool am meisten?

Zunächst natürlich, dass es einfach in der Handhabung ist und Aufträge schnell zu buchen sind. Sie müssen nicht warten, bis Innendienst- oder Außendienstmitarbeiter*innen der Druckerei ein Angebot erstellen. Mit unserem Selbstbuchungs-Tool können auch kleinere Unternehmen, die keine eigene Marketingabteilung haben, Aufträge selbst abwickeln und müssen keine Agentur damit beauftragen.

 

Sie haben das Tool weiterentwickelt und bieten nicht nur die Möglichkeit, Neukunden über unadressierte Werbesendungen anzusprechen. Seit 2019 können Unternehmen die Print-Mailings auch an Bestandskunden senden. Wie funktioniert das?

Im Grunde ist es ganz einfach: Als zusätzlicher Schritt kommt hier lediglich das Hochladen der Adressen hinzu, der auch den Adress-Check beinhaltet. 

 

Wird das gerne in Anspruch genommen?

Beide Varianten kommen sehr gut an. Lassen Sie es mich in Zahlen ausdrücken: Von fünf Millionen Drucksachen im Jahr 2017 konnten wir uns auf 40 Millionen im vergangenen Jahr steigern. Das heißt, jeder deutsche Haushalt hat 2020 eine Postwurfsendung erhalten, die auf der Partnerschaft zwischen der Deutschen Post und Flyeralarm basiert. Wir sind Vorreiter auf diesem Gebiet, das wissen unsere Werbekunden zu schätzen.

 

Stichwort Disruption: Wie wichtig ist die Bereitschaft der Druckereien, die Digitalisierung in ihren Unternehmen voranzutreiben?

Ich finde, es ist unabdingbar für jede Druckerei, Prozesse im Sinne der Anwenderfreundlichkeit zu optimieren. Ohne Digitalisierungsstrategie bleiben Unternehmen aus unserer Branche auf der Strecke, denn Werbetreibende erwarten heute, dass sie Aufträge in Echtzeit rausschicken können. Das ist die Zukunft.

 

Redaktion

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