Alles über Mailings.

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Um die Offline- mit der Onlinewelt zu verbinden, wollen Sie so viele Partner wie möglich aus dem Bereich der Marketing-Automation-Lösungen einbinden. Welche Strategie verfolgen Sie?

Unser Ziel ist es, aus beiden Welten das Beste herauszuholen und die Vorteile zu verknüpfen: In der digitalen Welt stehen häufig mehr und genauere Daten zur Verfügung, Print-Mailings sorgen dagegen für stärkere Aufmerksamkeit und nachhaltigere Wirkung. Um diese Verbindung des analogen Mediums mit intelligentem Data-Management und Analytics zu ermöglichen, braucht man smarte Technologien. Diese befähigen den Marketer, aus Daten Marketing-Aktionen abzuleiten. Natürlich hätten wir da auch eine eigene Lösung entwickeln können. Aber viel zielführender ist es, unseren Kanal in die am Markt bestehenden Systeme als Partner einzubinden – und deren Kunden damit die Möglichkeit zu geben, auch das Print-Mailing im Rahmen der Customer Journey als weiteren Touchpoint anzusteuern und dynamisch zu individualisieren.

 

Welche sind dabei die Vorteile für die Werbetreibenden?

Mit der Integration unseres physischen Kanals in die unterschiedlichen digitalen Technologien schaffen wir für Werbetreibende die Möglichkeit, ihre Zielgruppen kanalübergreifend aus einem System heraus zu adressieren. Somit können Marketer Print-Mailings nahtlos in Kombination mit anderen digitalen Kanälen einsetzen. Mithilfe der Daten, die beispielsweise Online-Shops sammeln, ergeben sich umfangreiche Segmentierungsmöglichkeiten.

 

Das Print-Mailing kann also per Fingertipp zielgruppengenau in individualisierten Kampagnen eingesetzt werden?

Ja, genau. Beispielsweise als Reichweiten-Booster zum Kampagnenstart, aber auch als Erinnerung zur Verlängerung einer Kampagne. Und natürlich auch im Rahmen von Offline-Retargeting, mit dem man unbekannte Nutzer, die auf eine Landingpage kommen oder einen Warenkorb abbrechen, mit einem Print-Mailing gezielt kontaktiert. Wenn die Kunden also auf digitalem Weg nicht aktiviert werden, ist der Versand von gezielten Print-Mailings ein klarer Vorteil zur Steigerung der Conversion. So zahlt sich am Ende der Aufwand für Werbetreibende besonders aus.

 

Sie arbeiten aber nicht nur mit Marketing-Automation-Systemen (MAS) zusammen, sondern auch mit Customer-Data-Plattformen sowie mit Partnern im Bereich Programmatic Advertising. Worin liegt der Unterschied?

Während die MAS ihre Stärken darin haben, den Dialog mit Bestandskunden zu optimieren, eignen sich Programmatic-Advertising-Plattformen eher zur Ansprache von Neukunden – beide Technologien funktionieren heute vor allem für die digitalen Kanäle und zukünftig auch über den gesamten Kosmos aller gängigen Kanäle hinweg. Unser Partner Adform hat beispielsweise Mobile, Desktop, Video, OOH, TV, Audio und Print-Mailing integriert. Bei Customer-Data-Plattformen handelt es sich im Prinzip um eine neue Evolutionsstufe, die sowohl für die Bestandskunden- als auch für die Neukundenkommunikation geeignet ist. Hier werden eher die Bereiche Data-Management & Analytics oder Campaign-Management unterschieden.

 

Welche Partner sind bereits an Bord?

Inzwischen haben wir über 30 Partnerschaften geschlossen – mit Key-Playern aus Marketing Automation und Programmatic Advertising, darunter Unternehmen wie Adex, Adform, Agnitas, Antwerpes, Apteco, Artegic, EmailChef, Emarsys, Episerver, Mediaworx (HubSpot), Itaricon (SAP), Leuchtfeuer (Mautic), Promio.net, Reply (Eloqua, Adobe), Salesforce, Serrala (Acoustic), Stina (Woocommerce, Shopware), TwentyZen. Sie alle ermöglichen es, das Print-Mailing mittels offener Schnittstelle, Plugin oder App in die automatisierte Aussteuerung von Kampagnen zu integrieren.

 

Was hat die Deutsche Post davon?

Am Ende des Tages geht es uns auch hier um das, worum es uns immer geht: Briefmarken zu verkaufen (lacht). Wenn Kunden sehen, wie ihnen der Brückenschlag zwischen Online und Offline gelingt und der Gesamterfolg von Kampagnen davon profitiert, zahlt das auch auf unsere Print-Mailing-Produkte ein. Wir bieten wichtige Bausteine für die Kundenkommunikation einer modernen Multi-Channel-Welt – smarte Technologien, wertvolle Daten und einen nachhaltig wirkenden Kommunikationskanal. Weitere Informationen zu den MAS-Partnern der Deutschen Post finden Sie hier.

 

Wo sehen Sie die Vorteile auf lange Sicht?

Marketing-Automatisierung wird verstärkt Einzug in das Marketing-Setup mittelständischer Unternehmen halten. Denn für Marketer wird es immer wichtiger, ihre Ressourcen noch cleverer einzusetzen. Nicht nur für finanzstarke Konzerne, auch für kleine und mittelständische Werbetreibende macht dieser Ansatz Sinn. Niemand will sich mit komplizierten Prozessen aufhalten, sondern einfach die Kunden im passenden Moment mit dem richtigen Angebot erreichen. Darum gilt es auch künftig, softwaregestützte Kampagnen auf den Weg zu bringen. Die programmatische Stunde für das Print-Mailing schlägt dabei immer lauter, denn die Wirkung von digitalen Kontakten lässt nach. Mit der Integration von Print-Mailings in die Advertising-Technologien entstehen somit neue Chancen, erfolgreiches Marketing zu betreiben.

 

Wie wird sich der Markt der MarTech-Anbieter in Zukunft entwickeln?

Generell ist bei den Advertising-Technologien ein Trend zur Konsolidierung zu beobachten – von speziellen Einzelsystemen hin zu modularen Full-Service-Lösungen, „Full-Stack“. Dieser Trend spiegelt sich auch im Verhalten der großen Tech-Player wider, indem sie Speziallösungen aufkaufen und versuchen, diese in ihren Technologiekosmos zu integrieren – Adobe, Salesforce, SAP oder Oracle sind hier die wichtigsten Beispiele. Kleinere Anbieter werden sich zukünftig noch stärker globale Nischen suchen müssen, um erfolgreich zu sein und flexibel auf Veränderung reagieren zu können.

Redaktion

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